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Bio-Wildkräuter, ein bitterer Wildwuchs?

11.05.2012 | Keine Kommentare

Viele von uns denken bei Perilla an eine Nudelmarke, bei Ysop an Frau Rosemarie aus „Autofahrer unterwegs“ und halten Portulak für einen speziellen Anstrich aus Lissabon. Knapp vorbei ist auch daneben.

Denn dabei dreht es sich um wilde Kräuter, die wir aus unserem Bewusstsein gestrichen haben. Es lohnt sich, seinen Kräuter-Radius zu erweitern, denn die Wildkräuter bringen völlig neue Perspektiven in Ihre Kreationen: Brunnenkresse schmeckt würzig und scharf, Löwenzahn hat bittere Blätter, Kamille ist nicht nur als Tee zur Beruhigung geeignet, die Blüten schmecken auch im Kuchen gut. Weinraute passt gut zu Wild, vorsichtig dosieren, da es sehr intensiv schmeckt ;-). Und Perilla ist eigentlich wilder Sesam und schmeckt herb und nach Zimt, Anis und Süßholz.

“Was bitter im Mund, ist dem Magen gesund!” sagt ein alter Volksmund:
Wildkräuter enthalten eine Menge von Bitterstoffen, kosten Sie doch gleich ein Löwenzahnblatt, sehr bitter oder? Diese Bitterstoffe regen Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse kräftig an. Die Verdauung wird angekurbelt und Entgiftungsvorgänge im Körper aktiviert. Gleichzeitg eine wunderbare Unterstützung gegen die Frühjahrsmüdigkeit. Zudem gibt es ein neues Geschmackserlebnis, also was will man da mehr?

Weitere köstliche Wildkräuter gegen die Frühjahrsmüdigkeit:
Sauerrampfer, schmeckt säuerlich und bitter, gut für die Verdauung, auch gut als Sorbet.
Ysop erinnert mit seinem leicht bitteren, minzeähnlichem Geschmack an den sonnigen Süden, ich würze damit mein Bio-Steak.

Und mein persönlicher Favorit ist Portulak, auch Gemüse-Portulak genannt, da sich diese Wildpflanze besonders für die Verwendung als Salat oder als Gemüse eignet. Die jungen Blätter schmecken leicht säuerlich, salzig und nussartig, ältere Blätter werden dagegen bitter. Die Blütenknospen können ähnlich wie Kapern genutzt werden. Die jungen Blätter können als Salat oder gekocht als Gemüse genossen werden. Mit den älteren Blättern würzt man Suppen und Eintopfgerichte.
Wird Portulak zum Würzen verwendet, darf er nicht mitgekocht werden, da er ansonsten sein Aroma verliert!
Eingelegt können die Stengel auf vielfältige Art und Weise verwendet werden: zu Gurken, Paradeisern und Kopfsalat, aber auch zu Soßen, Suppen, Topfen- und Eierspeisen, zu Mayonnaise und Kräuterbutter. Weiters kann Portulak auch wie Spinat als Gemüse gekocht oder in Butter gedünstet werden.

Gesundheitlich wird der Portulak sehr geschätzt – ist er doch ein Kraut, das reich an Omega 3-Fettsäuren ist!

Mein Rezept Tipp:
Überbackenes Bio-Erdäpfel-Portulakpüree mit Parmesan

Überbackenes Bio-Erdäpfelpüree mit Portulak

Hier das köstliche Rezept mit dem würzigen Portulak zum Nachkochen>>

Die köstlichen Wildkräuter gibt es in der freien Natur oder Sie holen sich die Wildkräuter von Ja! Natürlich, die stammen aus der Region Nationalpark Seewinkel-Neusiedler See, wo sie ohne chemisch-synthetische Spritz- und Düngemittel wachsen dürfen.
Bildquelle: Wildkräuter, istock.com
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